Erfolg für Salacher bei der Bundeskaninchenschau

Sylvia und Ralf Kuret holten auf der Bundes-Kaninchenschau in Erfurt die Titel Deutscher Meister, Deutscher Vizemeister und Bundessieger.

Mit hohen Preisen für ihre Kaninchen kehrte das Wangener Züchterpaar von der Bundes-Kaninchenschau zurück. Sylvia Kuret erhielt den Titel Deutscher Vizemeister und Bundessieger, Ralf Kuret wurde Deutscher Meister.

Die 38-Jährige Altenpflegerin und der 45-jährige Staplerfahrer sind seit vielen Jahren passionierte Kaninchenzüchter. Sylvia Kuret hatte bereits im Kindergarten ihre ersten „Schmusehasen“ und als Achtjährige bekam sie ihr erstes Zuchtpaar geschenkt. „Ich habe schon früh den Ehrgeiz entwickelt, den schönsten Hasen zu haben“, lacht sie und freut sich über die Prämierung ihrer Kaninchen. Sie zeigt ihre Preisträgerin, die keinen Namen hat: Es ist ein „Kleinsilber, havannafarbig“. Ralf Kuret züchtet seit 24 Jahren und ist ebenfalls stolz auf seine Auszeichnung als Deutscher Meister. Sein Kaninchen wird „Kleinsilber, graubraun“ genannt.

Mittlerweile hat das Paar zusammen 150 Kaninchen zu versorgen. Sie haben schon viel Zeit und Geld in ihr Hobby gesteckt. Täglich fahren die beiden nach Dürnau, um ihre Tiere zu versorgen, die dort in einem Bauernhof untergebracht sind.

Ein Sack Pellets koste rund 15 Euro und er reiche ungefähr für zwei Wochen, erklärt Sylvia Kuret. Dazu kämen noch Heu und Stroh, Impfungen für die Tiere, Tierarztkosten, Kosten für die Tätowierung und die Pacht für den Raum im Bauernhof. Im Jahr fressen die Tiere rund 250 Kilogramm des Fertigfutters. Das Paar besucht mit seinen besten Zuchttieren vier bis fünf Schauen im Jahr, auch die Teilnahme an den Wettbewerben koste Geld.

86 Euro mussten sie für die Bundesschau in Erfurt bezahlen, dazu noch Hotel und Fahrtkosten, aber ihr Erfolg mache den ganzen Aufwand wieder wett, betonte die Züchterin. Ein Preisgeld sei mit den Ehrungen nicht verbunden, es sei ein rein ideeller Wert, aber sie hätten auf der Bundesschau sechs Kaninchen verkaufen können zum Erlös von 35 bis 60 Euro pro Tier.

Was ist der Unterschied zwischen einem Kaninchen und einem Hasen? Sylvia Kuret erklärte, dass man die Bezeichnung „Hase“ korrekterweise für die Wildtiere verwendet. Deren Junge kämen mit Fell und offenen Augen zur Welt und seien von Anfang an auch ohne die Mutter überlebensfähig, „Kaninchen“ hingegen würde die Zuchtform genannt. Pro Wurf kämen vier bis acht Babys nackt und blind auf die Welt und müssten von der Mutter gut umsorgt werden, damit sie gesund heranwachsen können.

Was geschieht mit den Kaninchen, wenn sie alt und krank sind? „Sie werden geschlachtet“, erklärt Ralf Kuret. „Morgen müssen wir 30 Tiere töten, das mache ich sehr ungern.“ Die Tiere seien nicht krank, aber man könne unmöglich alle Tiere behalten, die übers Jahr zur Welt kämen, das wären ja Hunderte. Die geschlachteten Tiere würden verkauft, die Kurets haben dafür ihre Abnehmer und dadurch kommt auch wieder Geld in die Kasse.

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